Krippenausstellung St. Ursula – nächste Impfstation Bethlehem

Wie einen Weihnachtsgottesdienst in Pandemiezeiten mit über 1000 Schülerinnen feiern, bei dem sich möglichst jede Schülerin angesprochen und eingebunden fühlt? Diese Frage hat uns Religionslehrer*innen wochenlang umgetrieben: Bis vor einigen Tagen war noch unklar, wann der letzte Schultag überhaupt sein würde und erst recht, inwiefern ein gemeinsames Feiern überhaupt möglich ist. Dabei braucht es ja gerade auch in diesen bewegten Zeiten das Gefühl, Teil einer großen Gemeinschaft zu sein, einer Schulgemeinschaft, die einen trägt und einem Halt gibt.

Ausgehend vom modernen Weihnachtslied „Sternkind, Erdkind“, das den Schülerinnen in einem Video im Religionsunterricht präsentiert wurde, haben wir schließlich alle Klassen und Kurse eingeladen, selbst moderne Krippen zu bauen und sich damit durch handlungsorientiertes Arbeiten mit der Frage auseinanderzusetzen, wo es Gott heute besonders braucht, wo und wie er heute in unsere Welt der Umbrüche und des Chaos treten würde.

Entstanden ist eine Krippenausstellung, in der über 70 von Schülerinnen aller Jahrgangsstufen angefertigte Krippen zu bestaunen sind: Ob Krieg, Flucht und Vertreibung, Gleichberechtigung und Diversität, Kapitalismus, Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Globalisierung oder Corona – die Krippen greifen auf eindrucksvolle Weise verschiedene Themen unserer Zeit auf und erzählen so ihre jeweils ganz eigene Weihnachtsgeschichte…

Da alle Klassen und Kurse in der letzten Schulwoche vor den Weihnachtsferien die Krippenausstellung, die in der neuen Kapelle durch spirituelle Impulse ergänzt wurde, besucht haben, konnte mit diesem Projekt tatsächlich ein Stück Schulgemeinschaft für jede spürbar werden – paradoxer Weise auf Distanz…

Katharina Uiker, Uta Albicker & Frederik Guillet