Theater-AG

Schweben, fliegen, trampeln, singen, lachen, schreien, weinen, jauchzen ….

Jemand ganz anderer sein…

In andere Welten eintauchen…

 

THEATER-TRAINING (KLASSE 7-9 für Neueinsteigerinnen)

In diesem Schuljahr startet ein Theater-Training, für alle die neu in die Theater-AG einsteigen wollen!

Das Theater-Training findet immer dienstags von 15.30 bis 17.00 Uhr im Gottesdienstraum statt und wird von Frau Matern und theatererfahrenen Schülerinnen der Kursstufe geleitet. Hier geht es vor allem um das Vertrauen und die Freude, alltägliche Gewohnheiten im Spiel hinter sich zu lassen, den Mut, auf einer Bühne zu stehen und das Erlernen von Grundlagen des Theaterspiels.

Im Frühjahr wird es eine Werkstattaufführung im kleinen Rahmen geben.

Die Teilnahme an diesem Theater-Training ist die Voraussetzung dafür, im kommenden Schuljahr in die Theater-AG einzusteigen. Wenn ihr Lust habt, mitzumachen, tragt euch in die Liste am AG-Brett ein und kommt zum ersten Treffen am 1. Oktober in bewegungsfreundlichen Kleidern!

 

THEATER-AG (AB KLASSE 8 mit Theatererfahrung)

Auch in diesem Schuljahr wird die Theater AG sich in ein neues Aufführungsprojekt stürzen. Diesmal werden wir uns mit Shakespeares turbulenter Komödie „Was ihr wollt“ beschäftigen, die sich auf skurrile Art und Weise mit der Frage nach der eigenen Identität und der Wahrnehmung durch andere auseinandersetzt. Verwechslungen, Liebe und Verrat spielen dabei eine große Rolle, bis es schließlich zum großen Happy End kommt!

Die Aufführungen werden im Mai 2020 stattfinden.

Die Theater-AG trifft sich in diesem Schuljahr immer donnerstags von 15.30 bis 17.00 Uhr im Gottesdienstraum. Mitmachen können alle interessierten Schülerinnen ab Klasse 8, die bereits Theatererfahrung haben und bereit sind, sich für ein Jahr voll auf das Abenteuer Theater einzulassen. Wenn ihr schon in der 10. Klasse oder in der Kursstufe seid, und neu in die Theater-AG einsteigen wollt, sprecht uns bitte im Vorfeld an. Wir freuen uns, wenn ihr mitmacht. Bitte tragt euch in die Liste am AG-Brett ein und bringt zum ersten Treffen am 26. September bewegungsfreudige Kleider mit.

Die Theater AG des St.Ursula Gymnasiums präsentieren „Die Nashörner“- sehr frei nach Eugène Ionesco

„Die Nashörner“ des rumänisch - französischen Dramatikers Eugène Ionesco gilt als eines der klassischen Stücke des absurden Theaters und basiert auf der gleichnamigen Erzählung aus dem Jahre 1957. Aufgeführt wurde das Stück erstmals in deutscher Übersetzung 1959 im Düsseldorfer Schauspielhaus. Erst ein Jahr später wurde es dann in Frankreich dem Publikum in französischer Sprache zugänglich gemacht.

In der Originalfassung besteht das Stück aus drei Akten. In dem Stück geht es um eine fiktive Gesellschaft, die sich zunehmend in Nashörner verwandelt, wobei dieser Vorgang zunächst nur von wenigen wahrgenommen wird. Warnungen vor dieser Metamorphose gibt es zu Genüge, sie werden aber von vielen Mitgliedern dieser Gesellschaft nicht ernst genommen. Vielmehr führen sie zu einer zunehmenden Ausgrenzung der Personen, die sich diesem Vorgang widersetzen und auf die Vorgänge aufmerksam machen.

Eugène Ionesco zeigt in diesem Stück die Mechanismen autoritärer und totalitärer Gleichschaltung in übertrieben komischen Szenen und will vor der aufkommenden Tendenz seiner Zeitgenossen zu sozialem Konformismus, zur Rückbesinnung auf alte, allzu harmonisch gesehene Traditionen und unreflektierten Weltbildern warnen.

Die Theater-AG des St.Ursula Gymnasiums präsentiert:

"Cassandra.

Die Zeit läuft…"

„Am Leben

Und das Leben doch verloren.

Wer hat gewonnen, wenn einer siegt?“

In diesem Schuljahr präsentierte die Theater-AG des St. Ursula Gymnasiums ein selbstentwickeltes Stück. Im Zentrum der lyrisch-musikalischen Theaterperformance stand die Figur der Cassandra aus der griechischen Mythologie: Die Tochter des Königs Priamos, die den Untergang Troias voraussah.
Niemand aber hörte auf ihre Worte.

Die 25 Schülerinnen der AG haben sich seit September im Theaterspiel damit auseinandergesetzt, wie Cassandra ihre Welt sah, wie sie den Krieg zwischen Griechen und Troern erlebte, und was die Ursachen der Entfremdung zwischen Menschen und Völkern sind, die zu Krieg und Tod führen.

Die Theater-AG des St. Ursula Gymnasiums präsentiert:

Friedrich Dürrenmatt - Der Besuch der alten Dame

Wie weit gehen Menschen, wenn es um ihr eignes Wohl geht, wenn sie gefangen sind in einer Welt aus Armut und Unmoral? Wieviel Geld bedarf es, um das Gewissen eines Menschen zu beruhigen und aus friedliebenden Menschen Täter bzw. Mörder werden zu lassen? Was ist Gerechtigkeit? Wo ist die Grenze der zwischenmenschlichen Solidarität? Wie verändern sich Menschen, die schwere Enttäuschungen und Verrat durch geliebte Personen erfahren mussten, denen sie einst vorbehaltlos vertrauten?

Fragen, die für unsere heutige Zeit nicht aktueller und für viele nicht existentieller sein könnten. Und doch wurden sie bereits Mitte des letzten Jahrhunderts von Friedrich Dürrenmatt in seiner tragischen Komödie „Der Besuch der alten Dame“ aufgeworfen.

Die Uraufführung des Stücks fand am 29. Januar 1956 in Zürich und wurde zu einem Welterfolg. Worum geht es in dem Stück:

Die Milliardärin Claire Zachanassian kehrt nach vielen Jahren in ihre ehemalige Heimat Güllen zurück. Die Bewohner der Kleinstadt hoffen auf einen Geldsegen, doch Claire hat andere Pläne. Getrieben von Rache hetzt sie die Güllner Bürger gegen ihre einstige Jugendliebe Alfred Ill auf. Sie verspricht alle Geldsorgen der Güllner Bürger durch eine große finanzielle Zuwendung zu beseitigen. Als Gegenleistung für diese vermeintlich großzügige Tat verlangt sie von den Güllnern die Auslieferung und Ermordung von Alfred. Im weiteren Verlauf stellt sich den Bürgern immer drängender die Frage: Geld oder Menschlichkeit? Am Ende erweisen sich die zu Beginn standhaften und ihren Prinzipien zu Treue verpflichteten Güllner als zu schwach, lassen ihr Gewissen- und ihr Gerechtigkeitsgefühl hinter sich und liefern das Verlangte, das Leben eines Mitmenschen, der in seinem Leben Claire gegenüber schwere Fehler begangen hat. Aber rechtfertigen seine Taten die Handlungsweise der Güllner Bürger?

Dürrenmatt geht mit seinem Stück vielen existientiellen Fragen nach und regt denjenigen, der sich aus sein Stück einlässt, zu einer Auseinandersetzung mit der Gesellschaft seiner Zeit an.

PERFORMANCE: UPDATE - Freitag, 19. Mai 2017

Wer ist näher am Thema „Jugendliche“ dran, als Jugendliche bzw. junge Erwachsene selbst? Wer kennt die Themen besser, die sie heute bewegen als sie selber?

So ist es nicht verwunderlich, wenn dieses Thema von ihnen selber aufgegriffen wird, wenn sie sich mit einzelnen Fragen und Themen, die die „Jugend von heute“ beschäftigen, auseinandersetzen und diese auf eine sehr eindrückliche Weise einem größeren Publikum vor Augen führen wollen.

Gemeinsam mit  Studierenden der Freiburger Schauspielschule haben die Schülerinnen des Literatur- und Theaterkurses des St. Ursula Gymnasiums eine theatrale Bestandsaufnahme zu dem Thema„Jugendliche“ erarbeitet. Themen wie „Warum wir lügen“, „zwischen smart und phone“, „Weg ins Ungewisse“ oder „Wir anderen oder die anderen?“, waren dabei Grundlage des gemeinsamen kreativen Arbeitsprozesses.

In Bewegung, Mimik, sehr emotionsreichen Texten und Songs haben die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler in einzelnen Szenen ihre Konflikte mit Eltern, Familie, Freunde und Gesellschaft zum Ausdruck gebracht, haben von ihren Träumen und Wünschen, aber auch von ihren Ängsten und den an sie gestellten Erwartungen erzählt. Die Themen, die an sich schon sehr herausfordernd sind, verlangen den Darstellern ihr ganzes Gespür und Können ab um Gefühlen wie Angst, Wut, Sehnsucht, Mitleid und Provokation sowohl in Sprache als auch in der spielerischen Umsetzung die notwendige Ausdrucksstärke zu verleihen, um so ein hohes Maß an Spannung entstehen zu lassen. Eine Spannung, die nicht nur die Darsteller, sondern auch das Publikum aushalten muss und so aufgefordert wird sich mit den einzelnen Lebensbereiche der Jugendlichen auseinanderzusetzen und sich ihren Fragen und Problemen zu stellen.

Dienstag, 10. Mai 2016

Theater am St.Ursula Gymnasium

Premiere von "HIN UND HER" nach einer „Posse in zwei Teilen“ von Ödön von Horváth

„Aber man ist doch immerhin vorhanden!“

Zum Autor/ Zur Entstehung des Stücks:

Ödön von  Horváth- geboren am 9.1.1901 in Susak, gestorben am 1.6.1938 in Paris- schrieb Schauspiele, Volksstücke, Komödien und Romane, in denen er die in der kleinbürgerlichen Gesellschaft des frühen Nationalsozialismus vorhandene untergründige Bösartigkeit sichtbar macht und kritisiert. Horváth gehörte nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten im Jahre 1933 zum Kreis der sogenannten „unerwünschten Personen“. Er verließ 1933  Deutschland und reiste nach Budapest, um dort seine ungarische Staatsangehörigkeit zu erneuern. Dieses Erlebnis inspirierte ihn dazu eine Komödie (oder wie der Autor selbst es nannte: Eine „Posse in zwei Teilen“) zu schreiben. Das Stück entstand zunächst unter dem Arbeitstitel „Die Brücke“ und wurde am 13.Dezember 1934 im Schauspielhaus Zürich unter der Regie Gustav Hartung uraufgeführt. Die Premiere in Zürich nutzte Ödön von  Horváth dazu gemeinsam mit seiner damaligen Lebensgefährtin Wera Liessem Deutschland zu verlassen. In Deutschland selber durfte das Stück während der gesamten Zeit des Nationalsozialismus nicht aufgeführt werden. Hier wurde es erstmals am 29. Dezember 1965 am Hessischen Staatstheater Wiesbaden gezeigt. Die Musik zu dem Stück schrieb Hans Gál.